Fachkräftemangel – inländisches Potenzial nutzen

Ausgangslage

Schweizer Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte zu rekrutieren. Insbesondere die Nachfrage nach hochqualifiziertem Personal ist gross. Verschärft wird das Problem durch den demografischen Wandel; ab 2020 muss mit einer zunehmend schrumpfenden Erwerbsbevölkerung gerechnet werden. Mit der Annahme der SVP-Masseneinwanderungsinitiative im Februar 2014 hat sich das Schweizer Stimmvolk für die Begrenzung der Zuwanderung durch jährliche Höchstzahlen und Kontingente entschieden, was dazu führt, dass das Freizügigkeitsabkommen mit der EU neu verhandelt werden muss. Dadurch hat die Nutzung des inländischen Fachkräftepotenzials stark an Bedeutung gewonnen. Ungeachtet dessen, wie die Masseneinwanderungsinitiative letztlich umgesetzt wird, tun Unternehmen gut daran, ihre Personalpolitik konkret auf die grosse Zahl Personen zu richten, deren Ressourcen in der Schweiz brachliegen. Je nach Quelle liegt dieses Potenzial bei 320‘000 bis 400‘000 Personen.

Studie «Hindernisse und Hilfestellungen bei der Nutzung des inländischen Arbeitskräftepotenzials»

Um zu erfahren, ob Schweizer Unternehmen Beschäftigungspotenzial bei den vier Zielgruppen sehen, hat HEKS das Basler Institut «B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung AG» mit der Durchführung einer Studie beauftragt. 48 Schweizer Unternehmen aus fünf Berufsfeldern mit Fachkräftemangel wurden gefragt, was sie dazu bewegen würde, mehr Personen aus vier Zielgruppen der Inlandarbeit von HEKS - hochqualifizierte MigrantInnen aus Drittstaaten, ältere Erwerbspersonen, sozial benachteiligte Jugendliche, niedrigqualifzierte MigrantInnen und SchweizerInnen - zu beschäftigen, wo die Hindernisse liegen und welche Art von Unterstützung sie als ArbeitgeberInnen benötigen. Die berücksichtigten Berufsfelder umfassen Berufe des Baugewerbes, Berufe des Gastgewerbes, Informatikberufe, Ingenieurberufe sowie Pflegeberufe.

 

Zur Studie

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