Hindernisse und Hilfestellungen bei der Nutzung von inländischem Fachkräftepotenzial

Im Auftrag von HEKS hat «B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung AG» Gespräche mit 48 Unternehmen aus der ganzen Schweiz geführt. Ziel der Befragung war zu identifizieren, wie das brachliegende, inländische Arbeitskräftepotenzial besser genutzt werden kann, um den Bedarf der Schweizer Unternehmen an Fachkräften zu decken.

Vier Zielgruppen mit Potenzial

In seinen Arbeitsintegrationsprogrammen im Inland macht HEKS schon lange die Erfahrung, dass bei bestimmten, in der Schweiz wohnhaften Personengruppen das berufliche Potenzial nicht erkannt und nicht effektiv genutzt wird. Es handelt sich um ältere Erwerbspersonen (50+), sozial benachteiligten Jugendliche, hochqualifizierte MigrantInnen aus Drittstaaten sowie niedrigqualifizierte MigrantInnen und SchweizerInnen.

Fünf Branchen mit Fachkräftemangel

Unternehmen aus fünf ausgewählten, von Fachkräftemangel betroffenen Branchen, wurden gefragt, wie sie das Potenzial der oben genannten Personengruppen einschätzen. Die ausgewählten Branchen umfassen das Baugewerbe, das Gastgewerbe, die Informatik, das Ingenieurwesen und die Pflege. Die Erschliessung des inländischen Potenzials ist für diese Berufsgruppen von besonderer Bedeutung.

Ältere Erwerbspersonen und Hochqualifizierte haben das grösste Potenzial

Die Gespräche zeigten, dass die ArbeitgeberInnen aus dem Bau- und Gastgewerbe, der Informatik, dem Ingenieurwesen und der Pflege bei allen vier Gruppen ein Beschäftigungspotenzial wahrnehmen, das grösste jedoch bei älteren Erwerbspersonen und hochqualifzierten Migrantinnen und Migranten aus Drittstaaten. Gerade letztere Gruppe ist für die Wirtschaft besonders interessant, weil sie grosses Potenzial hat, im aktuellen Diskurs zur besseren Nutzung des inländischen Fachkräftepotenzials aber kaum diskutiert wird.

Das Wichtigste in Kürze

Die HEKS-Publikation «Hochqualifizierte MigrantInnen aus Drittstaaten – Ungenutztes Potenzial gegen Fachkräftemangel» fasst die wichtigsten Ergebnisse der Studie über inländisches Fachkräfte zusammen,  gibt einen Überblick über das Potenzial Hochqualifizierter für Schweizer Unternehmen und zeigt  Lösungsansätze für die Rekrutierung dieser Personengruppe auf.

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Die gesamte Studie

«Hindernisse und Hilfestellungen bei der Nutzung von inländischem Fachkräftepotenzial»: Befragung von Arbeitgebern zur Rekrutierung von älteren Erwerbspersonen, sozial benachteiligten Jugendlichen, Hochqualifizierten aus Drittstaaten sowie Niedrigqualifizierten.
Eine Studie von B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung AG im Auftrag von HEKS
Basel, Februar 2015

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